Arbeitskreis Gesellschaft und Soziales


Jahreshauptversammlung 2017

Am Freitag, den 19. Mai 2017 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Gemeinnützigen Bürgervereinigung Sandhofen (BVS) im SKV-Clubhaus (Gaswerkstraße 25) statt. Nach Begrüßung, Feststellung ordnungsgemäßer Einberufung und Beschlussfähigkeit durch den Vorsitzenden Roland Keuerleber wurde zunächst im Rahmen einer Schweigeminute gemeinsam dem Andenken verstorbener Mitglieder gedacht. Nach Verlesen des Vorjahresprotokolls durch Schriftführer Jürgen E. Wolf folgten die Jahresberichte des geschäftsführenden Vorstandes, der Leiter der Arbeitskreise, der Rechnungsbericht des Schatzmeisters sowie der Bericht der Kassenprüfer.

Rückblick auf erfolgreiches Veranstaltungsjahr
Mit Blick auf Neujahrsempfang, Maibaum-Aufstellung, Kerwe und Weihnachtsbaum-Beleuchtung (durchgeführt in Kooperation mit dem Gewerbeverein Sandhofen) sowie Martinsumzug und Adventsmarkt konnte der Vorsitzende auf insgesamt sechs erfolgreiche öffentliche Veranstaltungen verweisen, die sich 2016/2017 allesamt guten Zuspruchs erfreuten. Veranstaltungen, mit denen es gelungen ist, den Stadtteil Sandhofen – regelmäßig und über die Ortsgrenzen hinaus – positiv in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Das traditionelle Spargelessen als BVS-interne Veranstaltung wurde beim Rückblick ebenso wenig vergessen, wie die alljährliche Totengedenkfeier (in Kooperation mit der KIG Schönau) und die VdK-Sammlung des Ortsverbandes Sandhofen zugunsten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die ein Sammel-Ergebnis in Höhe von 1.113 Euro erbrachte. Auch die Vereins-Homepage habe im vergangenen Jahr kontinuierlich an öffentlichem Interesse und Zuspruch gewonnen und stelle damit einen weiteren Baustein im Bereich der Außen-Kommunikation dar, konstatierte der Vorsitzende.

Thema Coleman beschäftigt alle
Wolfang Steinman (Stellvertretender Vorsitzender) umriss noch einmal das Thema "Geplante Neubelegung Coleman". Und fasste – wie im Verlauf des Abends auch Michael Keller (Leiter AK Gesellschaft und Soziales) – die bisherige Vorgehensweise, Informationspolitik und anstehenden Herausforderungen bei geplanter Gelände-Neubelegung zur temporären Unterbringung ankommender Flüchtlinge zusammen. Er machte dabei deutlich, dass damit die über Jahre geleistete Arbeit von Ausschüssen und Gremien, das Coleman-Gelände für möglichst viele Menschen nutzbar zu machen – und damit qualitativ auch den Mannheimer Norden aufzuwerten – Makulatur geworden sei. Auch bis dato fehlende, klare Informationen seitens der Amerikaner hinsichtlich eines geplanten Truppenrückzugs blieben nicht unerwähnt. Arbeitskreis-Leiter Michael Keller ergänzte dies im Sitzungsverlauf mit dem Hinweis auf eine fehlende Lobby zugunsten des Mannheimer Nordens in Stuttgart, und forderte die Anwesenden auf, sich bei diesem Thema ebenso klar zu positionieren wie zu engagieren. 

Aktivitäten in Hülle und Fülle
Im Anschluss informierten die bisherigen Arbeitskreis-Vorsitzenden Helga Weber (Kultur und Heimatforschung), Bettina Herbel (Vereine) und Michael Keller (Gesellschaft und Soziales) über die Aktivitäten innerhalb ihrer Verantwortungsbereiche. Dazu berichtete die Vorsitzende des Heimatmuseums Sandhofen Helga Weber u. a. über die vergangene Sonder-ausstellung "Dampfmaschinen aus dem vorherigen Jahrhundert", die erfolgreiche Teilnahme am bundesweiten Tag des offenen Denkmals, einen Museumsausflug nach Möckmühl, die Sonder-Ausstellung "Napoleon gegen England - von Trafalgar bis Waterloo" (Darstellung in Zinnfiguren inkl. Vortragsreihe) sowie verschiedene Aktivitäten des angeschlossenen Zeitgeschichtlichen Museum Mannheim (ZGMA). Darunter ein erfolgreicher "Bunker-Treff" sowie die Sonderausstellung "Behörden- und Amtsschilder von 1933 – 1945". Bettina Herbel widmete sich schwerpunktmäßig dem Thema Vereinskalender und umriss die im Vorjahr unter Beteiligung auch vieler Vereine organisatorisch begleiteten BVS-Veranstaltungen. Michael Keller, Leiter des Arbeitskreises Sandhofen, stellte u. a. die Themen Coleman, das Dauer-Thema Freibad, die Nicht-Realisierung des barrierefreien Zugangs zum Bürgerservice Sandhofen sowie den Bau des neuen, nun "umgeplanten" Kinderhauses in den Fokus seines Berichts. Werner Kremer, Vorsitzender des Ältestenrates, stellte zufrieden fest, dass im vergangenen Geschäftsjahr erneut kein Schlichtungsverfahren innerhalb des Gremiums zu bearbeiten war, und der Vorsitzende des EhrenausschussesFritz Schenkel – rief noch einmal die im Vorjahr erfolgten Auszeichnungen der Mitglieder Jüttner und Schies ins Gedächtnis.

Money, money, money...
Schatzmeister Frank Loreth fasste sich in der Zusammenfassung seines Rechnungsberichts kurz und vermeldete als Fazit einen erwirtschafteten Überschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr. Auf Detail-Nachfragen hierzu ging Kassenprüfer Günter Beier im weiteren Sitzungsverlauf näher ein und bestätigte die ordnungsgemäße Führung der Kasse, in Folge derer auch hier einstimmige Entlastung der Mitglieder erfolgte.

Erfolgreiche Neuausrichtung
Die
BVS-Mitglieder honorierten die bisher geleistete Arbeit des amtierenden Vorstandes und entlasteten das seit 2016 in dieser Konstellation agierende Team bei der en bloc-Wahl einstimmig: Damit verbleiben die Vereins-Geschicke auch 2017/18 in Händen von Roland Keuerleber (Vorsitzender) und seinen Stellvertretern Jürgen E. Wolf, Wolfgang Steinmann und Stefanie Büttner. Ebenfalls unverändert besetzt bleiben die Ämter von Schriftführer (Jürgen E. Wolf) und Pressewart (Christine Majewski). Kontinuität auch das Motto bei Zusammensetzung von Beisitzer, Ältestenrat (Vorsitz Werner Kremer) und Ehrenausschuss (Vorsitz Fritz Schenkel) sowie der Arbeitskreise Kultur- und Heimatforschung (Helga Weber) und Gesellschaft und Soziales (Michael Keller). „Personalwechsel“ erfolgten lediglich aus zeitlichen bzw. Alters-Gründen: So reichte im Arbeitskreis Vereine Bettina Herbel den Staffelstab an Michael Schnell weiter, und Revisor Günter Beier an Wilken Mampel, der gemeinsam mit Fritz Zinke die Kassen-Revision übernimmt (dem Team jedoch als Stellvertreter erhalten bleibt).

Souverän als Wahlleiter im Einsatz: Volksbank Sandhofen-Direktor Manfred Baumann, der alle Wahldurchgänge und Bestätigungen vornahm, die ausnahmslos per Akklamation und ohne Gegenstimmen erfolgten.

Ausblick auf Jubiläums-Veranstaltungen
In Sachen "Veranstaltungswesen" werde für 2017/18 die gleiche Vielfalt angestrebt wie im Vorjahr – machbar und möglich allerdings erneut nur mit tatkräftigem Engagement vieler helfenden Hände, wie Roland Keuerleber deutlich betonte. Dies gelte auch im Hinblick auf das 100-jährige BVS-Bestehen im Jahr 2018, das mit zwei zusätzlichen Veranstaltungen unterschiedlichen Formats geplant werde. Anwesende Vereinsvertreter gewährten zudem einen Ausblick auf weitere Jubiläen im Ort: Darunter der MGV 1878 (2018: 140-jähriges Bestehen), der ASV Sandhofen (2019: 100-jähriges Bestehen) sowie das Drum & Bugle Corps "The Golden Lions" (2019: 55-jähriges Bestehen).

Erfreuliche "Null-Nummer"
Der Tagesordnungspunkt "Anträge" ging im wahrsten Wortsinne "leer" aus, da dem Vorstand keine solchen zugegangen waren.

Anregung zum Schluss
Kurz vor Veranstaltungsende wurde von Bernd Mechnig unter dem Punkt "Verschiedenes" noch das Thema "Terminbekanntgabe öffentlicher Bezirksbeirats-Sitzungen" zur Sprache gebracht, und erneut das Angebot unterbreitet, frühzeitig gemeldete BBR-Termine im örtlichen Veranstaltungs-Kalender zu berücksichtigen. Verbunden mit dem Ziel, einer Vielzahl – gerade auch älterer Mitbürger (m/w) ohne Zeitungsbezug oder Internet-Affinität – einen Zugang auch zu diesen Veranstaltungen zu ermöglichen.


Impressionen JHV 2017

Helga Weber (AK Kultur und Heimatforschung) beim Verlesen ihres Tätigkeitsberichts - auch Vertreter des Drum & Bugle Corps hörten aufmerksam zu

"Staffelstab-Übergabe" beim AK Vereine: Bettina Herbel übergab das Amt an Michael Schnell (rechts im Bild)

Auch 2017/18 an der Spitze des AK Gesellschaft und Soziales: Michael Keller

Der aktuelle BVS-Vorstand (v. l.): Wolfgang Steinmann (Stv.), Stefanie Büttner (Stv.), Frank Loreth (Schatzmeister), Jürgen E. Wolf (Schriftführer) und Roland Keuerleber (Vorsitz), Foto: Majewski


Verleihung der Ehrenmedaille in Gold an Prof. Dr. Egon Jüttner

Roland Keuerleber, Prof. Dr. Egon Jüttner (2. von links), Fritz Schenkel und Stefanie Büttner bei Übergabe der Ehrenmedaille in Gold. (Foto: Majewski)

 

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 15. April 2016 bereits zum Ehrenvorsitzenden der Bürgervereinigung Sandhofen ernannt, wurde dem langjährigen ehemaligen Vorsitzenden Prof. Dr. Egon Jüttner nun eine weitere Ehrung zuteil.

In Anerkennung seiner außerordentlichen Verdienste um dem Stadtteil wurde Prof. Jüttner anlässlich seines 74. Geburtstages am 20. Mai 2016 die Ehrenmedaille der Bürgervereinigung Sandhofen in Gold verliehen.

Die Ehrung erfolgte im kleinsten, privaten Kreis der Familie Jüttner im Beisein von Ehefrau Ursula und wurde vom neuen Vorsitzenden Roland Keuerleber, Vorstandsmitglied Stefanie Büttner und dem Vorsitzenden des Ehrenausschusses, Fritz Schenkel, persönlich vorgenommen. Zusammen mit der Ehrenmedaille wurde eine zugehörige Urkunde – stilvoll und in feinster Handschrift ausgearbeitet – überreicht, die aufgrund der Vielzahl der Verdienste im jahrzehntelange Wirken von Prof. Jüttner jedoch nur einen kleinen Teil davon umfassen konnte.

Die bemerkenswerte Bandbreite seines Wirkens zeigt der kommunalpolitische Themenkatalog, mit dem sich Prof. Jüttner während seiner politischen Laufbahn befasste, und der u. a. die Erschließung von Baugelände am „Hohen Weg“, die Ausweisung eines Gewerbegebiets im Gewann Krähenflügel, die Entschärfung von Verkehrsproblemen (B44), die Verlegung des Vereinsgeländes der Spvgg Sandhofen, den Bau einer Schulsporthalle sowie die Instandhaltung und Beheizung des Freibads Sandhofen vorweist.

Zu den außerordentlichen Verdiensten von Prof. Jüttner, die mit seiner Amtszeit unabdingbar verknüpft sind, zählt darüber hinaus die unvergessene 1100-Jahrfeier im Jahr 1988 und die Erweiterung des Friedhofs Sandhofen mit Überdachung an Trauerhalle und Glockenturm. Doch auch die Neugestaltung des Stichs 2008 und die Ausweisung und Realisierung des Neubaugebiets Groß-Gerauer-Straße sind Großprojekte, die während seiner Amtszeit ihren Anfang fanden.

Neben seinem ehrenamtlichen Engagement innerhalb der Bürgervereinigung Sandhofen übte Prof. Jüttner eine Vielzahl öffentlicher Ämter aus, von denen hier nur einige genannt sein sollen: So war er seit 1984 mit Unterbrechungen Mitglied des Gemeinderats in Mannheim und von 1990 – 1998, 2002 – 2005 und von 2009 bis zum heutigen Tag Mitglied des Deutschen Bundestags sowie dort Mitglied in einer Vielzahl von Ausschüssen, Unterausschüssen und Arbeitskreisen. Von 1952 bis 2002 war er zudem Kreisvorsitzender der CDU Mannheim und ist seither ihr Ehrenvorsitzender. Von 1979 bis 1996 war er Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Rhein-Neckar, ist seither deren Ehrenpräsident und von 2004 bis 2008 Vizepräsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft in Berlin.

Prof. Jüttner setzte sich sowohl als Bundestagsabgeordneter als auch als Stadtrat stets für die Interessen und Belange der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mannheim und insbesondere für seinen Heimat-Vorort Sandhofen ein. Er sah sich immer dann besonders gefordert, wenn es um Projekte in Mannheim oder solche mit Bezug zu regionalen Themen ging, an denen der Bund finanziell beteiligt war. So etwa bei Straßenbauprojekten, wie beispielsweise die geplante ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Stuttgart, Hochschulprojekten und Forschungseinrichtungen. In den Jahren seiner Mitgliedschaft im Deutschen Bundestag konnte er viel für Mannheim erreichen.

Auch zum Erhalt von Arbeitsplätzen in Mannheim hat Prof. Jüttner beigetragen, indem er immer wieder internationale Wirtschaftskontakte vermittelte und über die Jahre eine Vielzahl von Einladungen ausländischer Botschafter und Wirtschaftsvertreter zu Firmenbesuchen in Mannheim initiierte.

In all seinem Tun bewies Prof. Jüttner, dass gesetzte Ziele, die mit ausdauerndem Einsatz, Beharrlichkeit und Sorgfalt verfolgt werden, erreicht werden können – wenn manchmal auch erst nach langem Kampf und zähem Ringen. Und es häufig auch der „Umweg“ der vielen kleinen Schritte ist, die für Außenstehende nicht immer sofort plausibel und nachvollziehbar erscheinen, der dabei hilft, Probleme ihrer dauerhaften Lösung näher zu bringen.

In Summe eine Fülle außerordentlicher Verdienste zugunsten des Stadtteils Sandhofen, dem die Bürgervereinigung mit Verleihung der Ehrenmedaille in Gold an Prof. Jüttner Respekt und Anerkennung für sein Lebenswerk zollt.


Totengedenkfeier 2016

Pfarrer Höflinger und Mitglieder der Sängerrose Blumenau
Anna Döbler sprach für die KIG Schönau
Die Altrhein-Musikanten umrahmten die Veranstaltung
Ehren- und Fahnenabordnungen der Vereine
Gemeinsames, stilles Gedenken
Prof. Dr. Jüttner und Andrea Safferling bei Kranzniederlegung am Ehrenmal (Fotos: Majewski)

Mahnendes Gedenken
Ein Begriff, der Vieles beinhaltet und gleichzeitig in der heutigen Zeit ohne direkten, persönlichen Bezug dazu wenig greifbar erscheint. Mit ein Grund für das Aufrechterhalten dieser Gedenkfeier zu Ehren Toter und Kriegsgefallener, die von der Bürgervereinigung Sandhofen e. V. (BVS) gemeinsam mit der Kultur- und Interessengemeinschaft Schönau e. V. (KIG Schönau) alljährlich in Sandhofen veranstaltet wird.

Mehr als nur Pflicht und Tradition
Vielmehr der Versuch, ein Vergessen zu verhindern und das Wissen um Falsches für die Zukunft zu bewahren – das ist die Kernbotschaft der diesjährigen Totengedenkfeier, die am Totensonntag in der Trauerhalle des Sandhofener Friedhofes stattfand. Toter würdig gedenken, mahnend an Unrecht erinnern und damit Folge-Generationen vor Schaden bewahren, der Wunsch für die Zukunft.

"Magic Moments"
Pfarrer Johannes Höflinger von der evangelischen Schönaugemeinde Mannheim, der das geistliche Wort sprach, zeigte anhand einer Geschichte Fußball spielender Kinder verschiedener Herkunft in einem kriegsgebeutelten Land auf, dass es immer wieder möglich sei, Hass in den Hintergrund rücken zu lassen – und sei es auch nur für einen kurzen Moment. Momente, die etwas ganz besonderes seien, im modernen Sprachgebrauch daher auch "Magic Moments" genannt. Er verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass dies mit Gottes Hilfe für mehr als nur kurze Zeit möglich sei.

Allen gedenken
Anna Döbler, Stellvertretende Vorsitzende der Kultur- und Interessengemeinschaft Schönau e. V., die gemeinsam mit Willi Hamberger (1. Vorsitzender) an der Gedenkstunde teilnahm, gedachte all derer, die dem Krieg zum Opfer fielen – ob als Soldaten im Fronteinsatz, als Flüchtlinge oder politisch Verfolgte. Ebenso den aus Gründen von Krankheit oder Behinderung um das Leben Gebrachter, wie auch der großen Zahl von Frauen und Kindern, die dabei ihr Leben oder Familienangehörige verloren.

Erinnerungen am Leben erhalten
Der Stellvertretende Vorsitzende der Gemeinnützigen Bürgervereinigung Sandhofen e. V., Wolfgang Steinmann, schlug mit seinem Blick auf die aktuelle politische Lage in der Welt eine Brücke zwischen zuvor Gehörtem und der Gegenwart. Er ließ die Anwesenden auf sehr persönliche Weise Einblick nehmen in seine eigene Kindheit – und erinnerte anhand eines Erlebnisses in jungen Jahren an seine erste Berührung mit der Thematik des Totengedenkens. Ausgelöst damals bei ihm durch eine Gedenktafel in der Dreifaltigkeitskirche, die einen Soldaten zeigt, und die dazu erhaltenen Erläuterungen seiner Großmutter.

Musikalische Umrahmung
Der MGV Sängerrose Blumenau 1950 verlieh der Gedenkfeier innerhalb der Trauerhalle einen würdigen Rahmen, die Altrhein-Musikanten unter Leitung von Kurt Hasieber führten dies am Ehrenmal fort.

Ehren- und Fahnenabordnungen
Der Weg von der Trauerhalle zum Ehrenmal wurde angeführt von Vertretern der Stadt sowie den Initiatoren der Gedenkfeier und begleitet von den Ehren- und Fahnenabordnungen ortsansässiger Vereine – unter ihnen Vertreter des MGV 1878 Mannheim-Sandhofen, des MGV Aurelia 1889 Mannheim-Sandhofen, des Sängerbund Sängerlust 1886 Mannheim-Sandhofen, des MGV Sängerrose Blumenau 1950, der 1. SKG "Die Stichler" sowie Vertretern des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. (Volksbund), die gemeinsam bereits zu Beginn der Gedenkstunde Einzug in die Trauerhalle genommen hatten. Es folgten zahlreiche Besucher der Veranstaltung.

Kranzniederlegungen am Ehrenmal
Vor dem Ehrenmal wurde noch einmal still und gemeinsam der Toten und Gefallenen gedacht.

Im Beisein der Initiatoren von Bürgervereinigung Sandhofen und Kultur- und Interessengemeinschaft Schönau, Vertretern des Volksbundes und der Stadt Mannheim legten unter anderem der Ehrenvorsitzende der Bürgervereinigung Sandhofen, Stadtrat und Bundestagsabgeordneter Prof. Dr. Egon Jüttner sowie Stadträtin Andrea Safferling Kränze am Ehrenmal nieder.


37. Sandhofer Spargelessen mit Verleihung der Ehrenmedaille in Silber an Karlheinz Schies

Mittendrin statt nur dabei: Roland Keuerleber begrüßt die Gäste
"Zeremonien-Duo" bei der Arbeit: Fritz Schenkel und Roland Keuerleber überreichen die Ehrenmedaille in Silber an Karlheinz Schies
Kann man nie genug davon haben: Echtes "Mannemer Gold" (Fotos: Majewski)

Das diesjährige Spargelessen der Bürgervereinigung Sandhofen fand am Freitag, den 10. Juni 2016 im Restaurant „Reblaus“ statt - und darf sich als 37. seiner Art ganz ungeniert Traditionsveranstaltung nennen.

Schutzengel-Dauer-Dienst brilliert
Dass dieses dort wie geplant stattfinden konnte, dafür müssen gleich mehrere Schutzengel im Dauereinsatz gewesen sein – hatte sich doch Küchenchef Eduard Siatkowski erst wenige Tage zuvor bei einem Fahrradunfall u. a. das Schlüsselbein gebrochen. Trotz dieses Handicaps stand er bereits am Folgetag wieder am Herd und so durften sich auch die diesjährigen Gäste über feinste Spargelgerichte freuen.

Gleichberechtigung in jeder Hinsicht
Zwar wissen wir nicht, wer im Einzelfall das Prädikat „bessere Hälfte“ verdient, wir stellen jedoch fest: Unter den rund 30 Anwesenden aus dem erweiterten Vorstandskreis mit Ältestenrat und Ehrenausschuss, Sponsoren und Leiter der Arbeitskreise Vereine, Gesellschaft und Soziales sowie Kultur und Heimatforschung, fand sich an diesem Abend nicht selten auch die jeweils ergänzende Hälfte vieler Paare wieder. Gesichtet wurden u. a. der Ehrenvorsitzende und Neu-Träger der Ehrenmedaille in Gold, Prof. Dr. Egon Jüttner; die Vorstände der Volksbank Sandhofen eG, Thomas Fleck und Manfred Baumann sowie der „lange Arm des Gesetzes“ – vertreten durch die Herren Schloer, Heitlinger und Hagendorn.

Verleihung der Ehrenmedaille in Silber an Karlheinz Schies
Um einen Ehrengast in gleich zweierlei Hinsicht handelte es sich bei Karlheinz Schies, der in Begleitung seiner Ehefrau Christa anwesend war. Ihm wurde an diesem Abend in Anerkennung seiner Verdienste um den Stadtteil die Ehrenmedaille der Bürgervereinigung Sandhofen in Silber verliehen: Ausdruck und Würdigung der jahrzehntelangen, großzügigen und uneigennützigen Unterstützung von Vereinen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie Kirchengemeinden. Gleichermaßen Ausdruck des Danks für Spenden zugunsten des Heimatmuseums Sandhofen, des Glockenturms und der Überdachung der Trauerhalle des Friedhofs sowie des Brunnens am Stich.

Mit einer Laudatio vom Vorsitzenden Roland Keuerleber auf das Kommende eingestimmt und gemeinsam mit der dazugehörigen Urkunde vom Vorsitzenden des Ehrenausschusses, Fritz Schenkel, persönlich überreicht, bedankte sich der so Bedachte auf seine ganz eigene Art und verwies mit wenigen, aber treffenden Worten auf die Quintessenz seines ehrenamtlichen Engagements: Die Freude daran, anderen eine Freude zu bereiten. Eine Einstellung, die zu Recht mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde.

Mundart und Heimatverbundenheit
Doch was wäre ein Spargelessen ohne kurzweilige Unterhaltung? Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Abends und „engagierten“ hierfür kurzerhand die 1. Vorsitzende des Heimatmuseums Sandhofen, Helga Weber, die die Gäste mit einigen mundartlich vorgetragenen Anekdoten zu begeistern verstand.

Goldiges Präsent
Mit Überreichung von echtem „Mannemer Gold“ (Honig in hochwertigen Gläsern) wurde sinnbildlich eine Brücke geschlagen zwischen dem breitgefächerten sozialen Engagement von Karlheinz Schies zugunsten Mannheims und der engen Verbundenheit zu seinem eigenen Stadtteil. Handelt es sich bei diesem Präsent doch um das „greifbare“ Ergebnis eines von ihm unterstützten Projekts, bei dem genau dieser Honig in verschiedenen Mannheimer SeniorenTreffs von A-Z selbst hergestellt und verarbeitet wird (inklusive freundlicher Unterstützung der beteiligten Bienenvölker, versteht sich). Bei diesen Treffs handelt es sich übrigens um Begegnungs-Einrichtungen für ältere Menschen, wie es sie, neben Räumlichkeiten für die Schulkindbetreuung, dank der großzügigen Unterstützung seitens Karlheinz Schies, auch in Sandhofens Lutherhaus gibt.

Nach Übergabe des frisch abgefüllten "Goldes" – durch optimales Teamwork mit den Verantwortlichen des Seniorenbüro der Stadt Mannheim ermöglicht und mit deren herzlichen Glückwünschen verbunden – ging die Veranstaltung im Anschluss in den entspannten Teil des Abends über, bevor sie kurz vor Mitternacht ihren Ausklang fand.

Fazit des Abends: Zur Nachahmung empfohlen. 


Bürgerbeteiligung für Coleman Barracks geht in die zweite Runde

Mögliche Lage des Öku-Dorfes
Auf zum Öku-Dorf!
Coleman-Wachturm

Die Coleman Barracks im Mannheimer Norden sind mit über 200 Hektar die größte Mannheimer Konversionsfläche. Im Jahr 2013 wurden bereits in einem Workshop gemeinsam mit politischen Vertretern, Institutionen und Initiativen sowie der Bürgerschaft Leitideen und Nutzungsvorschläge für das Areal erarbeitet.

Die Stadt Mannheim setzte daraufhin eine Gesprächsreihe an, in der die Ideen und Projekte einzeln vorgestellt und diskutiert wurden. Der Intention damals: „Mit den ‚Coleman-Gesprächen‘ möchten wir allen Interessierten sehr frühzeitig - vor dem Beginn von Rahmenplanungen - die Möglichkeit geben, Ihre Ideen einzubringen und sich zu beteiligen“, so Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. „Dabei ist es unser gemeinsames Ziel, die Lebensqualität im Mannheimer Norden zu erhöhen.“

Unter dem Titel „Coleman-Gespräche – Perspektiven für den Mannheimer Norden“ fanden 2014 insgesamt drei Veranstaltungen – offen für jedermann – statt. Ziel war es, ein Bürgerleitbild zu entwickeln, das in die städtebaulichen Planungen eingeht, die im Anschluss beginnen sollten. Themen und Schwerpunkte waren folgende:

Am 21. Mai 2014 standen unter dem Motto "Begegnung und Folge der Generationen" die Themen Siedlungsprojekt „Öku-Dorf Scarra“, Generations-häuser, die Bevölkerungsentwicklung sowie das Geschichtsprojekt "ZeitStrom" im Mittelpunkt in Sandhofens Gasthof "Zum Adler". Professor Dr. Ursula Stein und Henrik Schultz, beide erfahrene Stadt- und Freiraumplaner, begleiteten und moderierten die Veranstaltung.

Am 25. Juni 2014 fand das zweite Coleman-Gespräch statt, dieses Mal unter dem Motto "Die Weite bei Sport und Freizeit erleben". Dabei wurden u. a. Konzepte für Golf- und Freizeitanlagen sowie Wassersport auf der Konversionsfläche vorgestellt.

Die letzte Veranstaltung der Gesprächsreihe folgte am 17. September 2014. Unter dem Titel „Der Norden vernetzt in der Region“ wurden an diesem Abend Konzepte zu Autohof und Logistik präsentiert und diskutiert.


Mutter, 1951
Selbstbildnis, 1986
Martyrium, 1982
Gemähte Kornfelder, 1986
Am Chiemsee, 1990
Hütte am Chiemsee, 1990

Der Maler Willi Wernz

Wie bereits auf der Starseite angemerkt, bemüht sich der Arbeitskreis Gesellschaft und Soziales, das Andenken an den Sandhofer Maler Willi Wernz in Ehren zu halten. Konkret ist man derzeit bemüht, im Rahmen der baulichen Erneuerung der Sandhofenschule, diese nach dem großen Sohn Sandhofens zu benennen. Um Leben und Werk dieses Malers einer breiteren Öffentlichkeit näher zu bringen, haben wir nachfolgenden Beitrag verfasst.

Willi Wernz war ein Künstler mit fester Verankerung in Mannheim, oder besser noch gesagt: in Sandhofen. Er war ein bescheidener Mensch. Geboren wurde er 1919 in der Petersauerstraße 9 in Sandhofen, dem Ort, an den es ihn immer wieder in seinem Leben zurückzog. Der Vater stammte aus Mannheim, die Mutter aus Zwingenberg. Valentin Wernz war Zugführer und hatte mit Kunst nichts zu tun, wohl aber der Großvater. Der war Dirigent und liebte die Musik über alles.

Schon als Kind fühlte sich Willi Wernz zur Malerei hingezogen. Nach der Schule arbeitete Willi Wernz sechs Jahre als Lithograph in einer Ludwigshafener Druckerei. Bei Kriegsausbruch wurde er eingezogen und zeichnete von Stund an Karten für eine Versorgungseinheit. Auch der Einsatz an der Front blieb ihm nicht erspart, bis er 1945 in sein Geburtshaus nach Sandhofen zurückkehrte.

Als die Münchener Akademie wieder ihre Tore öffnete, bewarb sich Wernz. Er erhielt ein Stipendium. Weil sein Lehrer, Professor Geiger, am Chiemsee lebte, zog es auch seinen Schützling dort hin. 1948 zog es ihn aber zurück nach Sandhofen. Seit dieser Zeit arbeitete er als freischaffender Künstler. Bei Durststrecken – und diese kamen häufig vor – verdiente er sich mit Mal- und Zeichenunterricht immer ein paar Mark dazu. Dann kamen die ersten Aufträge. Sein Name sprach sich langsam herum.

Wernz konnte in den ersten zwanzig Jahren seines Schaffens vornehmlich durch „Motive vom Strand“, inspiriert durch Motive am benachbarten Rheinufer seines Wohnortes, faszinieren. Zwar nicht die Landschaft im weiteren Sinne, die fast ausschließlich in seinen Handzeichnungen überhaupt eine Rolle spielte, sondern vermodernde Anspülungen, etwa Kadaver von Fischen und anderen Tieren, die er in subtiler Weise in verhaltenden Farbtönen malte. In diese Zeit fällt auch der Erhalt verschiedener Kunstpreise und ein Stipendium des Kunstkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie. Erst seine späteren Gemälde scheinen abstrakt zu sein. Dennoch ist das Gegenständliche, dem er immer treu geblieben ist, darin enthalten, man muss nur genauer Hinsehen.

Seine erste Mannheimer Ausstellung war 1948 im Lesesaal der Kunsthalle, die letzte große nach seinem Tod 1998. Dazwischen liegen Jahre mit verschiedenen Aktivitäten. Auffallend sein pädagogisches Wirken: angefangen mit Kindermalstunden in verschiedenen Jugendhäusern und der Kunsthalle, über das Engagement des Künstlerbundes Rhein-Neckar, bis hin zur Lehrtätigkeit an der Salzburger Sommerakademie.

Am liebsten arbeitete Wernz spätnachmittags und nachts. In der Petersauerstraße in Sandhofen entstanden viele seiner Gemälde, während er für seine Zeichnungen den Tag und die freie Natur bevorzugte. In der zweiten Hälfte seines Künstlerlebens lebte er stärker von Aufträgen. Portraits für die Zeitschrift „Chemie und Technik“ gehörten ebenso dazu, wie die von vielen privaten Nachfragenden. Immer wieder flatterten in dieser Zeit Einladungen zu Ausstellungen oder Künstlertreffen ins Haus.


Willi Wernz

1919 geboren in Mannheim
1934-38 Lehre als Schriftlithograph in Ludwigshafen
1940-45 Kriegsdienst
1946-48 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Willi Geiger
1954 Kunstpreis der Freunde der Bildenden Kunst e.V. München
1956 Kunstpreis des nordbadischen Raumes
1956 Stipendiat des Kunstkreises im Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.
1955-78 Lehrtätigkeit an der Abendakademie und Volkshochschule Mannheim; Kindermalstunden in der Kunsthalle Mannheim
1978-80 Lehrtätigkeit an der internationalen Sommerakademie für bildende Kunst in Salzburg Mitglied der Freien Akademie der Künste in Mannheim
1997 verstorben in Mannheim


Ausstellungen

1948 Kunsthalle Mannheim
1952 Ausstellung bei „Das Bild der Welt“ – Deutsche Malerei der Gegenwart, Kunsthalle Mannheim
1956 ars viva, Kulturkreis der Deutschen Industrie Baden-Baden
1959 Tendenzen 59, Universität Heidelberg
1960 Wanderausstellung Baden-Württembergischer Künstler in Frankreich
1961 Einzelausstellung Kunsthalle Mannheim
1962 Ausstellung Mannheimer Maler, Swansea, Wales
1964 Gruppenausstellung (Weiner, Emmerich, Wernz) Galerie Margarethe Lauter, Mannheim
1967 Kunsthalle Mannheim (Zeichnungen) Ausstellung des Künstlerbundes Baden-Württemberg
1968/69 Große Deutsche Kunstausstellung im Haus der Kunst München
1971 ars viva 71, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
1972 6 Mannheimer Zeichner, Kunstverein Mannheim
1973 Symposion der Künste, Mannheim
1974 Studio Proportion, Wasserbug am Inn, Zeichnungen
1974 Deutscher Künstlerbund, Mainz
1976 Deutscher Künstlerbund, Mannheim
1978 Galerie in der Goldgasse, Salzburg, Zeichnungen
1983 Willi Wernz, Malerei, Zeichnung, Arbeiten aus 30 Jahren, Künstlerbund Rhein-Neckar, Alte Feuerwache Mannheim
1986/87 Gruppenausstellung Sestola, Mannheim
1988 Gruppenausstellung Galerie im Kulturzentrum Alte Feuerwache
1991 Willi Wernz, Bilder und Zeichnungen 1951 – 1990, Kunsthalle Mannheim
1998 Ausstellung im Kurhaus Baden-Baden


Hofgut Kirschgartshausen, im Hintergrund das Herrenhaus
Hofgut Kirschgartshausen, Verwalterhaus

Das Hofgut Kirschgartshausen

Das Hofgut Kirschgartshausen ist seit geraumer Zeit nicht mehr bewohnt. Die Heizungsanlagen sind abgeschaltet, und von außen dringt Wasser in die Gebäude. Es steht zu befürchten, dass dem Gebäudekomplex ein ähnliches Schicksal widerfährt, wie das des alten Krankenhauses (Schule, Jugendgästehaus) in Sandhofen.

Um einem drohenden Zerfall der Bausubstanz entgegen zu wirken, soll nun versucht werden, das Hofgut wieder einer neuen Funktion zuzuführen. Dazu bedarf es sowohl eines Konzeptes, als auch eines oder mehrerer Investoren.

Im Februar 2014 fand auf Initiative des Arbeitskreises im Rahmen eines Ortstermins eine erste Besprechungsrunde statt. Daran Teil nahmen die Landtagsabgeordneten Dr. Fulst-Blei (SPD) und Raufelder (Grüne), der Vorsitzende des Vereins Stadtbild, Dr. Lothar Stöckbauer sowie der Leiter des Amtes Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Herr Müller, der für die Belange des Hofgutes zuständig ist. Die Bürgervereinigung war durch die Herren Steinmann, Keller und Keuerleber vertreten. Eine weitere Besprechungsrunde wurde vereinbart.

Zur Geschichte Kirschgartshausen nachfolgend ein kleiner Exkurs:

1272 erstmals als Husen bekannt, ursprünglich zur Wormser Burggrafschaft gehörig, wurde der Ort vom Wormser und Zweibrücker Lehnsmann Eberhard von Ehrenberg 1277 dem Wormser Zisterzienserkloster Kirschgarten verkauft. Das Kloster Kirschgarten trat das zum Hof umgebildete Dorf 1422 an die Kurpfalz ab, die darauf eine befestigte Domäne (Kellerei) bildete. 1684 überließ Kurfürst Karl den Hof als Erblehen an den Grafen Karl Ludwig von Sayn-Wittgenstein. 1767 kaufte die Hofkammer das Gut wieder zurück. Karl Friedrich von Baden gab es 1804 an seine damals noch unebenbürtigen Söhne, die Grafen von Hochburg. Aus dem Besitz der Markgrafen von Baden fiel Kirschgartshausen 1919 als Hausfideikommißgut wieder an den badischen Staat. (Quelle: Die Kunstdenkmäler in Baden-Württemberg, Stadtkreis Mannheim, Band II, Deutscher Kunstverlag, 1982)